Was gehört zu den Kaufnebenkosten?
Kaufnebenkosten sind alle Kosten, die zusätzlich zum eigentlichen Kaufpreis beim Immobilienerwerb anfallen. Sie werden nicht durch die Bank finanziert und müssen in der Regel aus Eigenkapital gedeckt werden.
Die vier Kostenblöcke
Grunderwerbsteuer
Je nach Bundesland
3,5–6,5 % des Kaufpreises
Notarkosten
Beurkundung + Grundschuldbestellung
0,8–1,5 %
Grundbuchgebühren
Eigentumsumschreibung
0,3–0,5 %
Maklercourtage
Je nach Vereinbarung (hälftig geteilt)
0–3,57 %
Rechenbeispiel: 400.000 € Kaufpreis in NRW
Hinzu kommt der Kaufpreis selbst: 446.680 € Gesamtaufwand für eine 400.000-€-Immobilie in NRW — ohne einen einzigen Euro Maklerverhandlung oder Sanierungskosten.
Kaufnebenkosten und Eigenkapital
Banken finanzieren in aller Regel keine Kaufnebenkosten. Sie müssen vollständig aus eigenem Kapital bezahlt werden. Das bedeutet: Wer 400.000 € kauft, braucht neben dem Eigenkapital für den Kaufpreis noch 35.000–60.000 € zusätzlich nur für die Nebenkosten.