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Kaufnebenkosten

Kurzdefinition

Alle Zusatzkosten beim Immobilienkauf: Grunderwerbsteuer, Notarkosten, Grundbuchgebühren und Maklercourtage — zusammen 7–15 % des Kaufpreises.

Was gehört zu den Kaufnebenkosten?

Kaufnebenkosten sind alle Kosten, die zusätzlich zum eigentlichen Kaufpreis beim Immobilienerwerb anfallen. Sie werden nicht durch die Bank finanziert und müssen in der Regel aus Eigenkapital gedeckt werden.

Die vier Kostenblöcke

Grunderwerbsteuer

Je nach Bundesland

3,5–6,5 % des Kaufpreises

Notarkosten

Beurkundung + Grundschuldbestellung

0,8–1,5 %

Grundbuchgebühren

Eigentumsumschreibung

0,3–0,5 %

Maklercourtage

Je nach Vereinbarung (hälftig geteilt)

0–3,57 %

Rechenbeispiel: 400.000 € Kaufpreis in NRW

Grunderwerbsteuer (6,5 %)26.000 €
Notarkosten (1,2 %)4.800 €
Grundbuch (0,4 %)1.600 €
Makler (3,57 %)14.280 €
Gesamt46.680 € (11,7 %)

Hinzu kommt der Kaufpreis selbst: 446.680 € Gesamtaufwand für eine 400.000-€-Immobilie in NRW — ohne einen einzigen Euro Maklerverhandlung oder Sanierungskosten.

Kaufnebenkosten und Eigenkapital

Banken finanzieren in aller Regel keine Kaufnebenkosten. Sie müssen vollständig aus eigenem Kapital bezahlt werden. Das bedeutet: Wer 400.000 € kauft, braucht neben dem Eigenkapital für den Kaufpreis noch 35.000–60.000 € zusätzlich nur für die Nebenkosten.

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